Bewegung und Vitamin D mit geringerem Bluthochdruck-Risiko assoziiert

Regelmäßige körperliche Aktivität und ein ausreichender Vitamin-D-Status könnten gemeinsam mit einem geringeren Risiko für Bluthochdruck verbunden sein. Darauf weist eine aktuelle Untersuchung hin, die im British Journal of Nutrition1 veröffentlicht wurde. Analysiert wurden Daten von mehr als 5.300 Erwachsenen ab 50 Jahren. Ergänzend erfolgten genetische Auswertungen zur Einordnung der Ergebnisse.

Bluthochdruck bleibt relevantes Gesundheitsthema

Bluthochdruck zählt zu den häufigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele Betroffene bemerken erhöhte Werte zunächst nicht. Neben ärztlicher Betreuung spielen daher Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Ernährung, Körpergewicht und Schlaf eine wichtige Rolle.

Was wurde untersucht?

Die Forschenden nutzten Daten der English Longitudinal Study of Ageing (ELSA). In die Analyse flossen 5.327 Personen ab 50 Jahren ein. Berücksichtigt wurden unter anderem:

  • Vitamin-D-Werte im Blut
  • körperliche Aktivität
  • Blutdruckwerte
  • Alter, Geschlecht und Gewicht
  • Rauchverhalten und Alkoholkonsum
  • Begleiterkrankungen

Die zentralen Ergebnisse

Teilnehmer mit höheren Vitamin-D-Werten wiesen in der statistischen Auswertung seltener Bluthochdruck auf als Personen mit niedrigen Werten. Auch bei körperlich aktiveren Teilnehmern zeigte sich ein günstigerer Zusammenhang hinsichtlich des Bluthochdruck-Risikos. Am deutlichsten waren die Zusammenhänge bei Personen, die sowohl körperlich aktiv waren als auch ausreichende Vitamin-D-Werte aufwiesen.

Die Studie legt nahe, dass mehrere Lebensstilfaktoren gemeinsam betrachtet werden sollten. Körperliche Aktivität gilt seit Langem als Bestandteil eines gesundheitsfördernden Lebensstils. Ein ausgeglichener Vitamin-D-Status könnte ergänzend relevant sein.

Vitamin D: Versorgung prüfen statt eigenständig hoch dosieren

Vitamin D wird unter anderem durch Sonnenlicht in der Haut gebildet. Zusätzlich kann es über bestimmte Lebensmittel aufgenommen werden. Ob ein Mangel vorliegt, sollte ärztlich abgeklärt werden. Eine eigenständige hoch dosierte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ohne Rücksprache ist nicht zu empfehlen.

Wichtiger Hinweis zur Aussagekraft

Die Untersuchung zeigt statistische Zusammenhänge. Daraus lässt sich nicht sicher ableiten, dass Bewegung oder ein ausreichender Vitamin D-Status allein Bluthochdruck verhindern oder behandeln. Medizinische Entscheidungen sollten grundsätzlich individuell und in Abstimmung mit Fachpersonal erfolgen.

Fazit

Zusammengefasst deutet die Studie darauf hin, dass regelmäßige Bewegung kombiniert mit einem ausreichenden Vitamin-D-Spiegel mit einem geringeren Risiko für Bluthochdruck verbunden sein könnten. Wer aktiv bleibt und auf eine gute Vitamin-D-Versorgung achtet, kann damit möglicherweise einen sinnvollen Beitrag zur Herz-Kreislauf-Gesundheit leisten. Die Ergebnisse sprechen dafür, bei erhöhtem Blutdruck und auch vorbeugend verstärkt auf gesunde Lebensgewohnheiten zu setzen.

Quelle:

1Xu X, Zhang X, Liu C, et al. Joint associations of 25-hydroxyvitamin D and physical activity with hypertension: Evidence from the ELSA study and genome-wide data. 2026. doi:10.1017/S0007114526107053


Studie Vitamin D und Bewegung

Bewegung und Vitamin D mit geringerem Bluthochdruck-Risiko assoziiert

Regelmäßige körperliche Aktivität und ein ausreichender Vitamin-D-Status könnten gemeinsam mit einem geringeren Risiko für Bluthochdruck verbunden sein. Darauf weist eine aktuelle Untersuchung hin, die im British Journal of Nutrition1 veröffentlicht wurde. Analysiert wurden Daten von mehr als 5.300 Erwachsenen ab 50 Jahren. Ergänzend erfolgten genetische Auswertungen zur Einordnung der Ergebnisse. ...

Anthocyanreiche Lebensmittel: Hinweise aus Studien zu kognitiven Funktionen

Eine Meta-Analyse1 von 2025 untersucht, wie anthocyanreiche Lebensmittel wie Beeren und Produkte daraus in randomisierten Studien Einfluss auf Parameter der kognitiven Funktion nehmen. Die Ergebnisse liefern Hinweise auf mögliche positive Effekte, bleiben jedoch heterogen und bedürfen weiterer Forschung. Beeren und ihre Anthocyane Beeren wie Heidelbeeren, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und auch ...

Mediterrane Ernährung senkt das Risiko für Demenz und Alzheimer: Ergebnisse einer Meta-Analyse

Die Ergebnisse einer Metaanalyse zeigen, dass Personen, die sich konsequent an die mediterrane Ernährung hielten, ein signifikant geringeres Risiko für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz aufwiesen, was auf deutliche Schutzeffekte der mediterranen Ernährung gegenüber allen untersuchten Formen kognitiver Störungen deutet. Zusammenfassung der Studie: The role of the Mediterranean diet in reducing ...

1236