Anthocyanreiche Lebensmittel: Hinweise aus Studien zu kognitiven Funktionen

Eine Meta-Analyse1 von 2025 untersucht, wie anthocyanreiche Lebensmittel wie Beeren und Produkte daraus in randomisierten Studien Einfluss auf Parameter der kognitiven Funktion nehmen. Die Ergebnisse liefern Hinweise auf mögliche positive Effekte, bleiben jedoch heterogen und bedürfen weiterer Forschung.

Beeren und ihre Anthocyane

Beeren wie Heidelbeeren, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und auch Früchte wie Sauerkirschen enthalten Anthocyane – natürliche Farbstoffe, die ihnen ihre intensive Farbe verleihen. In experimentellen Studien2 zeigen Anthocyane antioxidative und entzündungsmodulierende Eigenschaften, die sie zu einem interessanten Bestandteil pflanzenbasierter Ernährungsweisen machen.

Was die Meta-Analyse zeigt

Die Meta-Analyse von Micek et al., 2025, fasst 59 randomisierte kontrollierte Studien zusammen. Untersucht wurden unterschiedliche anthocyanreiche Produkte, darunter:

  • Frische Beeren
  • Gefrorene Beeren
  • Direktsäfte
  • Extrakte

Die Ergebnisse in der Übersicht

  • Einige Studien zeigen Hinweise auf Veränderungen von Parametern der kognitiven Funktion (z. B. Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit).
  • Die Befunde sind heterogen: Einzelne Studien berichten über positive Veränderungen von Parametern wie Gedächtnis oder Aufmerksamkeit, während andere keine signifikanten Effekte zeigen. Unterschiede in Studiendesign, untersuchten Personengruppen sowie Art und Menge der eingesetzten Beerenprodukte erschweren eine einheitliche Bewertung, liefern aber Hinweise auf sinnvolle weitergehende Studien.

Fazit

Anthocyanreiche Produkte wie Beeren und Produkte daraus zeigen in Studien Hinweise auf mögliche Effekte auf Parameter der kognitiven Funktion. Die Datenlage ist jedoch heterogen, und es sind weitere hochwertige Studien erforderlich, um die Ergebnisse zu bestätigen. Für Ernährungsfachkräfte bedeutet dies: Beeren und Beerensaft lassen sich als Bestandteil einer abwechslungsreichen, pflanzenbasierten Ernährung empfehlen – ohne dass konkrete gesundheitliche Wirkungen versprochen werden.

Quellen:

1Micek, A., Godos, J., Giampieri, F. et al. The effect of anthocyanins and anthocyanin-rich foods on cognitive function: a meta-analysis of randomized controlled trials. GeroScience (2025). https://doi.org/10.1007/s11357-025-02008-7

2Krikorian R, Shidler MD, Summer SS. Early interven tion in cognitive aging with strawberry supplementation. Nutrients. 2023. https:// doi. org/ 10. 3390/ nu152 04431.


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