Granatapfel als Blutdrucksenker- ein Überblick

Der Granatapfel (Punica granatum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Weiderichgewächse. Ursprünglich in Asien beheimatet, hat er längst den Nahen Osten und den Mittelmeerraum erobert. Mit seiner leuchtend roten Schale und den zahlreichen saftig-süßen Kernen ist er nicht nur eine besonders schöne Frucht, sondern auch eine sehr gesunde. Die Inhaltsstoffe des Granatapfels wirken vielseitig positiv auf die Gesundheit: Sie können Gehirn, Leber und Darm unterstützen, das Immunsystem stärken, Entzündungen und Schmerzen lindern [2] und sich, laut aktueller Studienlage, günstig auf den Blutdruck auswirken [1]. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über die gesundheitsunterstützenden Eigenschaften und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser besonderen Frucht.

Allgemeines zum Granatapfel

Der Granatapfel erreicht einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern und ist im Inneren durchzogen von zahlreichen Kammern. In diesen liegen die essbaren Samen, die von einem glasig-samtigen Samenmantel umgeben sind – den typischen, saftigen Kernen. Der Granatapfel ist eine sehr besondere und begehrte Frucht und wurde bereits in der Bibel erwähnt. Sein Name leitet sich vom lateinischen granae (= Körner) ab und weist auf die Vielzahl seiner Samen hin.

Aktuelle Studie: Auswirkungen des Granatapfelkonsums auf den Blutdruck

Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von Bahari et al. (2024) untersuchte die Auswirkungen des Granatapfelkonsums auf den systolischen und diastolischen Blutdruck bei Erwachsenen [1]. Dafür wurden bis Januar 2024 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) in Datenbanken wie PubMed, Web of Science und Scopus im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche ausgewertet. Die Teilnehmenden der Studie waren ausschließlich Erwachsene und haben im Rahmen der Studienintervention Granatäpfel in verschiedenen Darreichungsformen konsumiert. Zur Prüfung der Heterogenität wurde die I2-Statistik herangezogen. Zufallseffektmodelle wurden anhand der Heterogenitätstests bewertet und gepoolte Daten wurden als gewichtete mittlere Differenz (WMD) mit einem 95%-Konfidenzintervall (CI) bestimmt.

Die Ergebnisse zeigen deutlich:

  • Der systolische Blutdruck (SBP) wurde im Mittel um −7,87 mmHg gesenkt (95%-KI: −10,34 bis −5,39; p < 0,001).
  • Auch der diastolische Blutdruck (DBP) sank signifikant um −3,23 mmHg (95%-KI: −5,37 bis −1,09; p = 0,003).
  • Besonders ausgeprägt war der Effekt bei Personen mit einem Ausgangswert des systolischen Blutdrucks über 130 mmHg.
  • Zudem bestand eine hohe Heterogenität zwischen den Studien (SBP: I 2 = 90,0 % und DBP: I 2 = 91,8 %)

Somit zeigen die Ergebnisse dieser Studie insgesamt, dass der Verzehr von Granatäpfeln den systolischen und den diastolischen Blutdruck bei Erwachsenen senkte [1]. Es wird angenommen, dass die im Granatapfel in hoher Konzentration vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe, insbesondere Polyphenole und Flavonoide, die Herzgefäße vor den schädlichen Auswirkungen von LDL-Cholesterin schützen können [2].

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Granatapfelkerne sind nicht nur gesund, sondern auch kulinarisch vielseitig einsetzbar. Frisch verzehrt verfeinern sie Salate, Desserts oder Joghurt und setzen mit ihrer roten Farbe optische Akzente. Auch in Smoothies, Müslis oder als kleiner Snack lassen sie sich wunderbar integrieren.

Ob als Kern oder als Saft – eingebettet in eine ausgewogene Ernährung gilt der regelmäßige Verzehr von Granatapfel in der Regel als gut verträglich und unbedenklich. Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen oder an einer chronischen Erkrankung leiden, sollten jedoch vor dem Konsum von Granatapfelsaft oder -konzentrat unbedingt Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten [2].

Quellen:

[1] Bahari, H. et al. (2024). The effects of pomegranate consumption on blood pressure in adults: A systematic review and meta-analysis. Phytother Res. 2024 May;38(5):2234-2248. doi: 10.1002/ptr.8170.

[2] NDR. (2025). Granatapfel: Welche gesunde Wirkung hat das Superfood? Abgerufen am 26.08.2025 von https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/granatapfel-welche-gesunde-wirkung-hat-superfood,granatapfel116.html


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